TC2050-IDC · 10-Pin-Debugkabel mit Legs, 2,54-mm-IDC
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Produktinformationen "TC2050-IDC · 10-Pin-Debugkabel mit Legs, 2,54-mm-IDC"
Kurzbeschreibung
Zehnpoliges Debug- und Programmierkabel mit Federkontaktstiften, das direkt auf die Leiterplatte gesetzt wird — kein Steckverbinder auf der Zielplatine, nur zehn Kontaktflächen und sechs Bohrungen. Die vier Legs halten es dort fest, solange Sie arbeiten. Am anderen Ende ein Standard-2,54-mm-Wannenstecker (0,1″), der auf nahezu jeden Debugger passt.
Anschlüsse
| Seite | Pins | Steckverbinder | Raster |
|---|---|---|---|
| Platine (Tag-Connect) | 10 | Kontaktbild TC2050, mit Legs | 1,27 mm (0,05″) |
| Debugger | 10 | Buchse, 2 × 5 | 2,54 mm (0,1″) |
Belegung: Kontakt n liegt auf Stecker-Pin n, das Kabel ist 1:1 durchverbunden.
Kompatibel: Programmiergeräte mit 10-poligem 2,54-mm-Stiftstecker — darunter PEmicro Multilink und Cyclone sowie Intel/Altera USB-Blaster.
Nicht oder nicht direkt kompatibel
- 10-polig, 2 × 5, 1,27 mm (0,05″) — Cortex-Anschluss, z. B. Keil ULINK2: TC2050-IDC-050-ALL
- 20-polig, 2 × 10, 2,54 mm (0,1″) — ARM-Anschluss, z. B. SEGGER J-Link, Keil ULINK, ST-LINK/V2: über die Adapterplatine COLL-ARM20-10-IDC, TC2050-ARM2010
- 12-polig — Lattice HW-USBN-2B: über die Adapterplatine TC-LATTICE-10
- 14-polig, 2 × 7, 2 mm — Xilinx Platform Cable II: über die Adapterplatine TC2050-XILINX
- 14-polig, 2 × 7, 2,54 mm (0,1″) — Renesas E1 / E2 / E8a / E20: über die Adapterplatine TC-RENESAS
- 14-polig, 2 × 7, 2,54 mm (0,1″) — TI MSP-FET430: TC2050-IDC-430
Neu bei der zehnpoligen Familie? Dann das Set
Wenn Sie mit der zehnpoligen Tag-Connect-Familie neu starten, beachten Sie unser preisreduziertes TC2050-Evaluierungsset: Kabel, Adapterplatine auf den 20-poligen ARM-Anschluss, Clip und Grip zum Vergleichen, Schutzkappe und eine Demoplatine mit allen Kontaktbildern. Enthalten ist dort das Kabel ohne Legs — weil der Clip nur auf dessen Kontaktbild passt.
Wofür dieses Kabel gemacht ist
Für die Werkbank. Sie setzen das Kabel auf, es rastet ein, beide Hände sind frei — flashen, debuggen, messen, ohne dass jemand den Stecker halten muss. Genau das unterscheidet es von der Ausführung ohne Legs, die für den kurzen Griff in der Fertigung gedacht ist.
Was die Legs tun, und was sie kosten
Die vier Legs sind federnde Rasthaken. Sie schnappen in vier Bohrungen mit 2,375 mm Durchmesser und ziehen die Federkontaktstifte auf die Kontaktflächen. Gelöst wird das Kabel, indem Sie den Kopf von zwei Seiten zusammendrücken — und daraus folgt die einzige Einschränkung, die das Datenblatt zweimal vermerkt: Links und rechts vom Kontaktbild muss Platz für zwei Finger bleiben. Auf dicht bestückten Baugruppen ist das öfter das Ausschlusskriterium als die Bohrungen selbst. Dann nehmen Sie TC2050-IDC-NL.
Was Sie auf der Platine vorsehen
- 10 Kontaktflächen, Ø 0,787 mm, Raster 1,27 mm, zwei Reihen im Abstand 2,54 mm
- 2 Bohrungen Ø 0,991 mm für die Führungsstifte, 4 Bohrungen Ø 2,375 mm für die Legs
- Keine Leiterbahnen und keine Vias in der Sperrfläche zwischen den Kontaktflächen
- Kein Lötpastenauftrag auf den Kontaktflächen — eine Öffnung in der Pastenmaske genügt, um sie unbrauchbar zu machen
- Kein anderes Signal näher als 0,5 mm an einer Kontaktfläche
Zwei Dinge dürfen Sie ausdrücklich: Die Rast- und Führungsbohrungen dürfen durchkontaktiert und als Vias mitbenutzt werden. Und das Kontaktbild gehört als „Do Not Load" in die Stückliste — der Hersteller schreibt dafür das Kürzel DNL vor, sonst versucht die Fertigung, ein Bauteil dafür zu kaufen, das es nicht gibt.
Wann zehn Kontakte statt sechs? Für SWD oder Microchips ICSP genügen sechs — dafür gibt es das kleinere TC2030-IDC. Sobald echtes JTAG dazukommt, reicht das nicht mehr: TCK, TMS, TDI und TDO brauchen vier Leitungen statt zwei, dazu Zielspannung, Masse und meist Reset.
Das zehnpolige Kontaktbild ist aber nicht auf JTAG festgelegt: Für SWD ist darauf ebenfalls eine Belegung üblich, und zwar dieselbe Reihenfolge mit SWDIO statt TMS und SWCLK statt TCK, dazu SWO auf Pin 6. Ein Kontaktbild, zwei Betriebsarten — das ist der eigentliche Grund, es schon beim ersten Layout vorzusehen, wenn der Debugger später einmal gewechselt werden könnte.
Die Nummerierung — und warum sie nicht aussieht wie am Stecker
Die Signalnummer ist an beiden Enden dieselbe: Kontakt 7 auf der Platine ist Pin 7 am Stecker. Verschieden ist die Lage der Nummern. Am zehnpoligen Kontaktbild läuft die Zählung um: untere Reihe von links nach rechts, dann oben rückwärts zurück. Am IDC-Stecker wechselt sie dagegen zeilenweise.
| Kontaktbild auf der Platine | IDC-Stecker am Debugger (2 × 5) | |
|---|---|---|
| Obere Reihe, links → rechts | 10 · 9 · 8 · 7 · 6 | 1 · 3 · 5 · 7 · 9 |
| Untere Reihe, links → rechts | 1 · 2 · 3 · 4 · 5 | 2 · 4 · 6 · 8 · 10 |
| Gegenüber liegen sich | n und 11 − n | n und n + 1 |
Wer den sechspoligen TC2030 kennt, liegt hier falsch: Dort stimmt die Lage mit dem Stecker überein (1 gegenüber 2, 3 gegenüber 4), ab zehn Kontakten nicht mehr. Das Kontaktbild also neu aufsetzen statt erweitern — und als Referenz für die Orientierung dient der Führungsstift, nicht die Kontaktreihe. Woher der Bruch kommt, steht ausführlich unter Zählschema der Stecker.
Typische Belegung — JTAG und SWD
Das Kabel verbindet 1:1 durch; welches Signal auf welchem Pin liegt, bestimmt Ihr Debugger. Maßgeblich ist in der Praxis die Belegung, die unsere Adapterplatine COLL-ARM20-10-IDC auf den 20-poligen ARM-Anschluss umsetzt — sie hat sich als die übliche durchgesetzt:
| Pin | JTAG | SWD |
|---|---|---|
| 1 | VCC | VCC |
| 2 | TMS | SWDIO |
| 3 | GND | GND |
| 4 | TCK | SWCLK |
| 5 | GND oder +5 V * | GND oder +5 V * |
| 6 | TDO | SWO |
| 7 | RTCK | nicht belegt |
| 8 | TDI | nicht belegt |
| 9 | nTRST ** | nicht belegt |
| 10 | RESET | RESET |
* Pin 5 liegt auf Masse oder führt die Versorgung vom Debugger — am COLL-ARM20-10-IDC über eine Steckbrücke wählbar (VCC / offen / GND). Masse verbessert die Signalintegrität; manche Debugger liefern 3,3 V statt 5 V. ** nTRST auf Pin 9 ist optional und am Adapter ebenfalls über eine Steckbrücke zu wählen.
Vom Prototyp bis in die Serie — dasselbe Kontaktbild
Die Kontaktflächen sind für Federkontaktstifte ausgelegt. Dieselbe Technik arbeitet in den Prüfadaptern der Serienfertigung. Das Kontaktbild, das Sie heute für das Debug-Kabel vorsehen, lässt sich deshalb im Prüfadapter weiterverwenden — die Debug-Schnittstelle muss dort nicht ein zweites Mal konstruiert werden, und sie wandert unverändert von der Entwicklung über die Vorserie in die Serienprüfung.
Die Service-Schnittstelle, die man nicht sieht
Weil auf der Platine kein Steckverbinder sitzt, ist von außen auch keiner zu sehen. Zahlreiche Geräte tragen die Kontaktflächen deshalb als Service-Schnittstelle: Der Techniker hat das Kabel im Koffer und spielt vor Ort eine neue Firmware ein — dem Gerätebesitzer wird dagegen gar nicht erst die Idee nahegelegt, selbst etwas anzuschließen. Dazu kommt das Praktische: kein Steckverbinder, der im Feld verschmutzt, korrodiert oder mechanisch ermüdet, und keine Öffnung im Gehäuse, die dafür vorgesehen werden müsste.
Ein Standard, kein Einzelstück
Das Kontaktbild ist veröffentlicht und in den gängigen Layout-Werkzeugen verfügbar, und für die verbreiteten Programmiergeräte gibt es das passende Kabel ab Katalog. Für Sie heißt das: Wird ein weiteres Kabel gebraucht, wird es bestellt — mit Artikelnummer, aus deutschem Lager, in zwei Jahren genauso wie heute. Niemand lötet eine Einzelanfertigung zusammen, deren Belegung nach dem nächsten Personalwechsel niemand mehr kennt und die es nur ein einziges Mal gibt.
Technische Daten
- Kabellänge: ca. 200 mm (8″)
- Federkontaktstifte: für über 100.000 Steckvorgänge ausgelegt (Herstellerangabe)
- Auf der Platine: keine Bauhöhe, kein Gegenstecker
Bei diesen Geräten im Einsatz
ST-LINK/V2 und STLINK-V3SET (ST STM32) · SEGGER J-Link (ARM Cortex) · Keil (ARM) ULINK · PEmicro Multilink und Cyclone · Intel/Altera Byte Blaster und USB-Blaster · Xilinx Platform Cable · TI XDS100v2 · Digilent JTAG-HS2/HS3 · Lattice- und diverse Renesas-Debugger.
Maßgeblich ist der Anschluss, nicht der Gerätename: Vergleichen Sie den Stecker Ihres Geräts mit der Tabelle oben. Trägt es einen anderen, führt der Weg über eine Adapterplatine.
Debugger mit dem klassischen 20-poligen ARM-Anschluss — J-Link, Keil ULINK und viele ältere Geräte — binden Sie über unsere Adapterplatine COLL-ARM20-10-IDC an. Für Debugger mit feinerem Stecker gibt es TC2050-IDC-050-ALL (1,27 mm) und TC2050-IDC-NL-050-STDC14 (ST-LINK V3).
Varianten
TC2050-IDC-NL — ohne Legs, kleinerer Footprint. TC2050-IDC-430 — für TI MSP-FET430. TC2030-IDC — sechspolig, wenn SWD genügt.
| Bauform: | IDC-Kabelende, Legged |
|---|
Hersteller: Tag-Connect, LLC, 433 Airport Blvd, Suite 323, Burlingame, CA 94010, USA. Tel. +1 877-244-4156 · support@tag-connect.com
Verantwortliche Person in der EU (Art. 19 GPSR, da Hersteller ohne EU-Niederlassung):
Collion GmbH & Co.KG
Am Schmiedlacker 56, D-84028 Landshut
Tel. +49 (871) 2066-1000 · info@collion.de