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COLL-ARM20-MALE-06-IDC · 20-Pin-ARM-Kabel auf TC2030-IDC

Produktinformationen "COLL-ARM20-MALE-06-IDC · 20-Pin-ARM-Kabel auf TC2030-IDC"

Kurzbeschreibung

Adapterplatine mit Stiftleiste für das 20-polige Flachbandkabel des Debuggers (2 × 10 Pin, 2,54 mm) auf 6 Pin (2 × 3, 2,54 mm) für die Plug-of-Nails™-Kabel TC2030-IDC und TC2030-IDC-NL sowie für ECV3-06-IDC. Für Geräte, deren 20-poliger Anschluss nicht frei zugänglich ist. Die Debugleitungen laufen über Serienwiderstände; alle Signale sind einzeln zum Messen herausgeführt.

Anschlüsse

Seite Pins Steckverbinder Raster
Debugger 20 Stiftleiste ARM-20, 2 × 10 2,54 mm (0,1″)
Kabel (Tag-Connect) 6 Stiftleiste, 2 × 3 2,54 mm (0,1″)

Belegung Pin für Pin: weiter unten auf dieser Seite.

Kompatibel: SEGGER J-Link, Keil ULINK, ST-LINK/V2 und die übrigen Debugger am klassischen 20-poligen 2,54-mm-ARM-Anschluss.

Nicht oder nicht direkt kompatibel

  • 12-polig — Lattice HW-USBN-2B: über die Adapterplatine TC-LATTICE
  • 14-polig, 2 × 7, 2,54 mm (0,1″) — Renesas E1 / E2 / E8a / E20: über die Adapterplatine TC-RENESAS

Verwechslungsgefahr: Es gibt auch einen 20-poligen Cortex-Anschluss mit 1,27 mm (IAR I-Jet, Keil ULINK Pro, SEGGER J-Trace) — gleiche Pinzahl, halbes Raster.

Anwendung

Der 20-Pin-Anschluss ist am Debugger die Regel, am Ziel längst die Ausnahme. Diese Platine setzt dazwischen und nimmt auf der Zielseite den 6-poligen 2,54-mm-Steckverbinder (0,1″) von TC2030-IDC, TC2030-IDC-NL oder ECV3-06-IDC auf — also dieselbe Schnittstelle, die auch auf engen Leiterplatten noch Platz findet.

Wofür die Male-Ausführung

Der klassische 20-polige ARM-Anschluss sitzt am Debugger als Stiftstecker; eine Adapterplatine steckt dort normalerweise mit einer Buchse auf — so macht es der COLL-ARM20-06-IDC. Es gibt aber Geräte, bei denen das nicht geht: Das Flachbandkabel ist fest angeschlagen, der Stecker sitzt versenkt, oder am Gerät ist gar kein 20-poliger Stecker, sondern nur das Kabel mit seiner 0,1″-IDC-Buchse. Lauterbach-Geräte sind der bekannteste Fall.

Diese Platine trägt dafür eine Stiftleiste. Sie steckt in die Buchse des Flachbandkabels, nicht auf den Debugger. Entscheiden Sie danach, was Sie in der Hand halten: ein freier Stiftstecker am Gerät verlangt die Buchsen- Ausführung, ein Kabelende mit Buchse diese hier.

Serienwiderstände — Signal Smoothing

SWO, SWCLK und SWDIO führen über je 39 Ω. Der Widerstand liegt direkt im Signalweg und passt den Ausgang des Treibers an die Leitung an; Überschwinger und Nachschwingen fallen dadurch geringer aus. Das zahlt sich vor allem bei längeren Kabeln und hohen Taktraten aus, wo die Flanken sonst zu klingeln beginnen. Im Englischen läuft das unter Signal Smoothing; auf der Platine steht es ebenso. Der Fachbegriff dafür ist Serienterminierung; es geht um die Signalintegrität auf der Strecke zwischen Debugger und Ziel.

Die 39 Ω sind eine Voreinstellung, kein fester Wert. Die Widerstände sind in Bauform 0603 bestückt und lassen sich mit einem gewöhnlichen Lötkolben tauschen. Zusammen mit den Messabgriffen ergibt das einen geschlossenen Weg: messen, Wert ändern, erneut messen — an der eigenen Schaltung, mit dem eigenen Kabel.

Fünf Werte liegen bei

Der Platine liegen je zehn Widerstände in 22 Ω, 27 Ω, 33 Ω, 39 Ω und 43 Ω bei — Bauform 0603, dieselbe, die bestückt ist. Damit lässt sich die Dämpfung an die eigene Schaltung anpassen, ohne vorher etwas bestellen zu müssen: messen, Wert tauschen, erneut messen.

SWO liegt an

Neben SWCLK und SWDIO ist SWO auf die Schnittstelle geführt und ebenfalls gedämpft. Der Trace-Ausgang steht damit zur Verfügung — für ITM-Ausgaben etwa, ohne dafür eine serielle Schnittstelle am Ziel zu belegen. Ob er sich nutzen lässt, entscheiden Ziel-MCU und Debugger; die Leitung ist jedenfalls da und wird nicht abgeschnitten.

Reset trennbar

In der Reset-Leitung sitzt statt eines Dämpfungswiderstands ein 0-Ω-Widerstand. Er lässt sich auslöten, womit der Reset des Debuggers vom Ziel getrennt ist — nützlich überall dort, wo die Zielschaltung ihren Reset selbst führt oder wo zu klären ist, ob ein Zurücksetzen vom Debugger kommt oder von der Schaltung.

Messpunkte für das Oszilloskop

Jedes Signal ist zusätzlich auf ein eigenes Via geführt. Dazu kommt eine blanke Kupferfläche mit Via als Masseabgriff.

Damit lässt sich am Tastkopf eine kurze Masseverbindung nutzen statt der langen Klemme. Das ist der Unterschied zu einem reinen Adapter: Die Masseschleife der Klemme erzeugt Nachschwingen, das in der Schaltung gar nicht vorhanden ist. Die Platine ist klein, die Wege zwischen Signal- und Massepunkt bleiben deshalb kurz.

Pinbelegung

Welches Signal wo liegt und was im Signalweg sitzt:

20-Pin ARM im Signalweg 6-Pin
1 — VREF direkt 1
7 — SWDIO 39 Ω 2
9 — SWCLK 39 Ω 4
13 — SWO 39 Ω 6
15 — nRESET 0 Ω, auslötbar 3
19 — Versorgung (optional) Lötbrücke 1
4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20 — GND direkt 5

Pin 2 der Debuggerseite ist nicht belegt.

Zielplatine aus dem Debugger versorgen — Lötbrücke, werkseitig offen

Ab Werk ist die Brücke offen. Pin 1 der Zielseite wird dann allein von VREF gespeist; der Debugger erfährt darüber die Betriebsspannung der Zielschaltung und speist nichts ein. Ohne Zutun passiert an dieser Stelle also nichts.

Wer die Brücke schließt, legt Pin 19 des Debuggers auf dieselbe Leitung. Viele Geräte führen dort eine Versorgungsspannung — der Debugger versorgt dann die Zielplatine, was bei kleinen Aufbauten ohne eigene Stromversorgung den zweiten Anschluss spart. Welche Spannung Ihr Debugger auf Pin 19 legt, steht in dessen Unterlagen; prüfen Sie das gegen die Zielschaltung, bevor Sie die Brücke schließen.

Technische Daten

und ECV3-06-IDC

  • Nicht passend: die CTX-Varianten (TC2030-CTX, ECV3-06-CTX) — sie enden auf dem 10-poligen 1,27-mm-Cortex-Stecker (0,05″)
  • Schnittstelle: ARM Cortex SWD, SWO mitgeführt
  • Serienwiderstände 39 Ω: SWO, SWCLK, SWDIO — Bauform 0603, tauschbar
  • Reset-Leitung: 0 Ω, zum Auftrennen auslötbar
  • Messabgriffe: je Signal ein Via, dazu eine blanke Massefläche mit Via
  • Versorgung der Zielplatine über den Debugger: Lötbrücke, werkseitig offen

Alles auf einer Platine

Dämpfung, Steckerwandlung und Messabgriffe liegen auf einer Platine. Wer das aus Einzelteilen zusammenstellt, steckt mehrere Adapter hintereinander — jeder mit eigenem Übergang im Signalweg, und jeder Übergang ist eine Stelle, an der die Flanke leidet, die man gerade glätten wollte.

Verhältnis zum ARM20-CTX-M

Der ARM20-CTX-M von Tag-Connect leistet dasselbe an der Schnittstelle und bleibt im Programm. Der COLL-ARM20-MALE-06-IDC ist die Wahl, wenn die Signalqualität eine Rolle spielt oder wenn an der Debugverbindung selbst gemessen werden soll.

Dieselbe Platine mit Buchse: COLL-ARM20-06-IDC — für Debugger, deren 20-poliger Stiftstecker frei zugänglich ist.

Lieferumfang

Die Adapterplatine und der Widerstandssatz: je zehn Stück 22 Ω, 27 Ω, 33 Ω, 39 Ω und 43 Ω in Bauform 0603. Kabel und Debugger sind nicht im Lieferumfang enthalten; auf den Produktbildern gezeigtes Zubehör dient nur der Veranschaulichung.

Bauform: IDC-Kabelende
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